Literaturprojekt „Erinnern und Vergessen“

Ohne Erinnerung zerfällt unser Erleben in einzelne, unverbundene Momente: Wir hätten keine Identität, keine Geschichte, kein Bewusstsein unserer selbst. Die Fähigkeit, Wahrnehmungen und Vorstellungen über den Zeitpunkt des Erlebens hinaus im Gedächtnis aufzubewahren ist elementar. Erinnern bedeutet aber auch Vergessen. Kein Speichern ohne Löschen. Nur wer vergisst, kann Unwichtiges von Wichtigem trennen, abstrakt denken und Neues lernen.

Im Literaturprojekt „Erinnern und Vergessen“ erforschten Schüler*innen aus der Lerngruppe 4 der KJP gemeinsam mit der Dramaturgin Anke Platon die Dynamik von Erinnern und Vergessen in ihren Ausformungen zwischen Amnesie und Nichtvergessenkönnen. Die Teilnehmer*innen ließen ihre Gedanken, Gefühle und Fantasien in fiktionale und autobiografische Geschichten und Dialoge einfließen, schrieben alleine oder gemeinsam in der Gruppe und illustrierten ihre Texte mit Kohlezeichnungen und Aquarellen. Das Projekt fand im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule“ 2020/21 statt. Die geplante Ausstellung im Sozialzentrum musste aufgrund der Corona-Situation leider ausfallen.

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Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

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